Wie steige ich richtig in die Cloud ein?

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Wie steige ich richtig in die Cloud ein?

Cloud ist heutzutage in aller Munde und ständig wird man damit konfrontiert. Ob Techniker oder User, völlig egal. Aber was ist die Cloud eigentlich? Kann und soll ich von der Cloud Gebrauch machen? Wie steige ich am besten ein, um einen möglichst grossen Nutzen zu generieren?

Kann und soll ich von der Cloud Gebrauch machen? Und wie erziele ich den grössten Nutzen?

Diese Frage kann selbst verständlich nicht pauschal beantwortet werden. Für die Beantwortung gibt es nämlich einige Faktoren die massgeblich sein können, wie bspw. betroffene Workloads, Branche und deren Regulierung, IT-Strategie, etc. Hier möchten wir aber die Branchenregulierungen und IT-Strategie mal aussen vor lassen und uns auf den Workload konzentrieren.

Wenn Sie einen vorhandenen Workload gerne in die Cloud migrieren möchten, so ist es ratsam, dies detailliert zu planen. Eine schnelle Migration aus dem blauen endet oft in hohen Kosten & Aufwand, bei wenig bis keinem Ertrag bzw. Nutzen. Als erstes muss man sich einen Überblick über den vorhandenen Workload verschaffen.

  • Was macht das System?
  • Wer hat darauf Zugriff (Gruppen / User)?
  • Welche Schnittstellen zu anderen Systemen sind vorhanden?
  • Was sind die kritischen Faktoren des Systems? Bspw. Latenz, Verfügbarkeit, Integrität, etc…

Sobald ein relativ detaillierter Überblick geschaffen wurde, sind wir bereit um die Cloud Umgebung zu planen. Im folgenden Szenario betrachten wir Microsofts Cloud Plattform Azure.
Tipp: Starten Sie nicht mit einem hochkomplexen und kritischen System. Versuchen Sie sich als erstes an einem unkritischen System mit nicht allzu vielen Schnittstellen und sammeln Sie erste Erfahrungen.

Um einen möglichst grossen Nutzen zu erzeugen und von Azure zu profitieren, müssen Sie das ursprüngliche – oder wie ich es auch gerne nenne – das „alte Denken“ ablegen und sich für neue Ansätze öffnen. Nutzen Sie Azure nicht ausschliesslich als Virtualisierung-Plattform, um Ihre On-Premises Infrastruktur in der Cloud abzubilden. Denn in der Kombination mit SaaS und PaaS erzeugen Sie einen weit höheren Nutzen. Bei IaaS sind Sie nach wie vor ab Stufe O/S in der Verantwortung, wobei Sie vor allem Strom, Hardware, Platz und bei der Hardware Wartung einsparen.

Infrastructure as a Service verwenden Sie hauptsächlich, wenn Plattform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS) dem gewünschten Szenario und Workload nicht dienlich sind. Fangen Sie bei der Service-Evaluation entsprechend immer „oben“ bei SaaS an. Dabei können Sie den folgenden Prozess zur Hilfe nehmen.

Wenn Sie den Prozess verfolgen stellen Sie fest, dass die Entscheidung auch auf „Ja“ fällt, wenn nur ein Teil des Workloads mit dem entsprechenden Service-Type abbilden können. Dies ist so, weil ein Workload in der Regel aufgeteilt werden kann. Dies soll mit folgendem Beispiel näher erläutert werden.

 

Beispiellösung

Nehmen wir an, wir haben eine Lösung die sowohl einen Server mit der installierten Client-Server „Custom-Software“, welche wiederum von einem SQL-Server abhängig ist.

Ausgangslage

Wir nehmen die Lösung, lassen sie durch unseren Prozess und stellen fest, dass die SQL DB nicht als SaaS, aber als Azure PaaS abgebildet werden kann, in der Annahme, dass alle Anforderungen abgedeckt werden können. Soweit so gut und weiter geht es jetzt mit dem Application Server nach dem gleichen Prinzip. Schnell stellen wir fest, dass die „Custom-Software“ weder als SaaS, noch als PaaS betrieben werden kann. Somit ist klar, eine IaaS-Lösung muss her. Wenn wir dieses Szenario in einem Schema darstellen, zur Sicherheit noch ein VPN zu den Clients herstellen, dann könnte dies in etwa wie folgt aussehen.

Beispiellösung

Es ist jetzt gut ersichtlich, dass der SQL-Server durch einen Azure-PaaS abgelöst wurde. Somit wurde die Verantwortung der Hardware als auch O/S abgegeben und es muss sich somit nur noch um das SQL-Management gekümmert werden. Hingegen wurde der Application Server direkt als IaaS abgebildet, da wir in diesem Beispiel davon ausgegangen sind, dass die Applikation den SaaS & PaaS-Ansatz nicht unterstützt. Hier sind wir somit in der Verantwortung der Applikation, der Daten, als auch des O/S. Lediglich die Hardware fällt somit nicht mehr in unseren Verantwortungsbereich.

Ein solches Setup ist durchaus praktikabel und entspricht der Realität.

 

Fazit

Um erfolgreich in die Cloud einzusteigen, ist es essentiell, sich ein Bild der aktuellen Umgebung zu schaffen. Erst dann kann beurteilt werden, ob ein Einstig in die Cloud Sinn macht und wie das Projekt angegangen werden soll. Um aus der Vielzahl von Azure-Möglichkeiten den richtigen Service zu wählen, sollte man immer den Filter bzw. den dargestellten Prozess verwenden. Somit ist sichergestellt, dass möglichst weit oben angesetzt wird und somit die entstehenden Kosten den höchstmöglichen Nutzen mit sich bringen.

Ihnen ist noch immer unklar, ob Ihre Umgebung für die Cloud geeignet ist oder nicht? Oder Sie sind sich nicht sicher, wie Sie diesen Artikel auf Ihren Case anwenden? Kein Problem. Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns. Gerne helfen wir Ihnen mit Ihrem spezifischen Case weiter.

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